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Juni 2022

Mo 27. Rudolf Buchbinder (Gezeitenkonzert)

Icon Zeit19:00 Uhr Icon OrtTheater an der Blinke Icon Preis49,50 € | 38,50 € | 27,50 € 5,50 € (ermäßigt*)

Rudolf Buchbinder zählt zu den legendären Pianisten unserer Zeit. Die Autorität einer mehr als 60 Jahre währenden Karriere verbindet sich in seinem Klavierspiel auf einzigartige Weise mit Esprit und Spontaneität. Tradition und Innovation, Werktreue und Freiheit, Authentizität und Weltoffenheit verschmelzen in seiner Lesart der großen Klavierliteratur.

Ein aufregendes neues Kapitel in seiner mehr als 60 Jahre andauernden Karriere begann Rudolf Buchbinder 2019, als er einen Exklusivvertrag bei der Deutschen Grammophon unterzeichnete. Gepriesen auch für seine Haydn- und Mozartaufnahmen, verbindet man Rudolf Buchbinder vor allem mit Beethovens Klavierwerken. Mit der Edition BUCHBINDER:BEETHOVEN veröffentlichte die Deutsche Grammophon im Herbst 2021 im Vorfeld von Buchbinders 75. Geburtstag eine Gesamtaufnahme der fünf Klavierkonzerte sowie der 32 Klaviersonaten. Den Sonatenzyklus hat der Pianist mehr als 60 Mal aufgeführt und beschäftigt sich doch unentwegt weiter mit diesem Repertoire: „Ich bin mit dieser Musik nie fertig“, sagte er vor einigen Jahren dem Guardian. „Ich lerne jedes Mal dazu. Es ist jedes Mal eine Herausforderung.“

Beethoven steht auch im Zentrum von Buchbinders Recital bei den Gezeitenkonzerten. Dessen „Appassionata“ verbindet er mit Bachs dritter Englischer Suite und Schuberts Vier Impomptus. Es wird eine Freude sein, zu erleben, was Buchbinder im Theater an der Blinke diesen Meisterwerken der Klavierliteratur entlockt. Getrieben von seiner lebenslangen Begeisterung für die Musik, arbeitet er auch heute noch unermüdlich daran, seine künstlerischen Fähigkeiten weiter auszubauen. „Ich strebe an, am Ende meines Lebens den Höhepunkt meiner pianistischen Laufbahn zu erleben“, sagt Buchbinder in seiner Autobiografie. „In meinem Beruf hat man nämlich in Wahrheit niemals etwas erreicht – es gibt immer noch Steigerungen.“


Programm

Johann Sebastian Bach (1685-1750)
Englische Suite Nr. 3 g-Moll BWV 808

Franz Schubert (1797-1828)
Vier Impromptus D899

Ludwig van Beethoven (1770-1827)
Klaviersonate f-Moll op. 57 „Appassionata“

Rudolf Buchbinder (Klavier)

Karten unter: https://ostfriesischelandschaft-ticketshop.reservix.de/p/reservix/event/1879518

August

Mo 01. Frank Dupree und das Württembergische Kammerorchester Heilbronn

Icon Zeit19:00 Uhr Icon OrtTheater an der Blinke Icon Preis44,00 € | 33,00 € | 27,50 € 5,50 € (ermäßigt)

Frank Dupree ist ein musikalischer Tausendsassa: Seit er 2014 den Deutschen Musikwettbewerb gewann, hat er eine eindrucksvolle internationale Karriere hingelegt und ist sowohl als Pianist wie auch als Dirigent weltweit gefragt. Dabei ist Frank Dupree ein Vermittler zwischen den unterschiedlichsten Musikwelten, ist in der Klassik gleichermaßen zuhause wie im Jazz und fühlt sich als Solist mit führenden Orchestern genauso wohl wie mit seinem Trio auf den Bühnen der legendären Jazzclubs.

Damit ist Frank Dupree der ideale Interpret, um eine der aufregendsten Komponistenpersönlichkeiten des zwanzigsten Jahrhunderts zu entdecken, die hierzulande bislang leider weithin unbekannt geblieben ist: Nikolai Kapustin. 1937 in der Ukraine geboren, machte er sich dort einen Namen als exzellenter Jazz-Pianist, Arrangeur und Komponist. Er liebte den Jazz und beschloss, Jazz zu komponieren. Dass das in Europa bislang ziemlich unbemerkt geblieben ist, ändert nun Frank Dupree, der inzwischen zwei international preisgekrönte CDs mit der Musik Kapustins eingespielt hat.

Eine davon ist gemeinsam mit dem Württembergischen Kammerorchester Heilbronn und dessen Chefdirigenten Case Scaglione entstanden, mit denen Frank Dupree nun auch in Leer in Kapustins Klangwelten eintaucht. Im Klavierkonzert vereinen sich Jazz-Harmonik und klassische Komposition auf wunderbarste Weise und entwickeln in der groovenden Interpretation des Frank Dupree Trios und des Orchesters einen geradezu magischen Sog. In der ersten Konzerthälfte stellt das Jazz-Trio dem Streicher-Concerto von Strawinsky die faszinierenden Kapustin-Variationen über ein Strawinsky-Thema gegenüber. Zum Abschluss des Konzerts erklingt dann Mussorgskis legendärer Zyklus „Bilder einer Ausstellung“ in einer faszinierenden Neufassung für Jazz-Trio und Kammerensemble, durch die der Israeli Yaron Gottfried dem Meisterwerk ganz neue Facetten abgewinnt

Programm

Igor Strawinsky (1882-1971)
Concerto in D-Dur für Streichorchester

Nikolai Kapustin (1937-2020)
Variations op. 41 für Jazz-Trio (über ein Thema von Strawinsky)

Klavierkonzert Nr. 4 op. 56

Modest Mussorgski (1839-1881)
Bilder einer Ausstellung
arr. für Jazz-Trio und Kammerensemble von Yaron Gottfried

Frank Dupree (Klavier)
Jakob Krupp (Kontrabass)
Meinhard „Obi“ Jenne (Schlagzeug)
Württembergisches Kammerorchester Heilbronn
Case Scaglione (Musikalische Leitung)

Infos unter: https://gezeitenkonzerte.ostfriesischelandschaft.de/veranstaltung/frank-dupree-wuerttembergisches-kammerorchester-heilbronn/

Mai 2023

Mi 24. Quatuor Ébène Streichquartett

Icon Zeit19:30 Uhr Icon OrtTheater an der Blinke | Veranstalter: Verein junger Kaufleute e.V. Icon PreisInfos unter www.vjk-leer.de, Tel 0491 73023 oder info@vjk-leer.de

Konzert 24.05.2023 um 19.30 Uhr

Quatuor Ébène

»Wir brauchen die Inspiration durch das Publikum« sagte Raphaël Merlin im Frühjahr 2020 im Interview mit der NZZ, es sei einer der zentralen Gedanken ihres »Beethoven Around the World« Projekts. Zwischen Mai 2019 und Januar 2020 nahm das Quartett die 16 Streichquartette Beethovens in einem weltumspannenden Projekt auf 6 Kontinenten auf.
Mit dieser Gesamteinspielung zelebrierten die vier Franzosen zugleich ihr 20. Bühnenjubiläum, das sie mit Aufführungen des kompletten Streichquartettzyklus in großen Sälen Europas wie der Philharmonie de Paris oder der Alten Oper Frankfurt gekrönt haben. Auch Einladungen in die Carnegie Hall New York, zum Verbier Festival und dem Wiener Konzerthaus standen auf der Agenda.
Nach Studien beim Quatuor Ysaÿe in Paris sowie bei Gábor Takács, Eberhard Feltz und György Kurtág folgte der beispiellose und herausragende Sieg beim ARD Musikwettbewerb 2004. Damit begann der Aufstieg des Quatuor Ébène, der in zahlreichen weiteren Preisen und Auszeichnungen mündete. So wurde das Quartett z. B. 2005 mit dem Belmont-Preis der Forberg-Schneider-Stiftung ausgezeichnet, war 2007 Preisträger des Borletti-Buitoni Trusts, und wurde 2019, als erstes Ensemble, mit dem Preis der Frankfurter Musikmesse geehrt.
Neben dem traditionellen Repertoire taucht das Quartett auch immer wieder in andere Stile ein.
»Ein Streichquartett, das sich mühelos in eine Jazzband verwandeln kann» (New York Times).
Was 1999 als Zerstreuungsübung vier junger Musiker in den Proberäumen der Universität begann - Improvisation über Jazz-Standards & Pop-Songs-, wurde zu einem Markenzeichen des Quatuor Ébène. Bis heute hat das Quartett zu den drei Genres - Fiction, Brazil, Eternal Stories - jeweils ein Album veröffentlicht. Der freie Umgang mit diversen Stilen erzeugt eine Spannung, die jedem Aspekt ihres künstlerischen Wirkens guttut. Diese Vielschichtigkeit im musikalischen ¼uvre wurde von Beginn an begeistert von Publikum und Kritikern aufgenommen.
Die Alben des Quatuor Ébène mit Aufnahmen von Bartók, Beethoven, Debussy, Haydn, Fauré und der Mendelssohn Geschwister wurden mehrfach ausgezeichnet.
2015 und 2016 haben die Musiker sich dem Thema »Lied« gewidmet. So wirkten sie an dem Album »Green (Mélodies françaises)« von Philippe Jaroussky mit und veröffentlichten ein Schubert-Album mit Matthias Goerne (Arrangements für Streichquartett, Bariton und Kontrabass von Raphaël Merlin) und dem Schubert Streichquintett mit Gautier Capuçon.

Mit ihrem charismatischen Spiel, ihrem frischen Zugang zur Tradition und dem offenen Umgang mit neuen Formen gelingt es den Musikern, einen weiten und jüngeren Zuschauerkreis zu begeistern und ihr Talent in regelmäßigen Meisterkursen im Conservatoire Paris zu vermitteln. Im Januar 2021 ist das Quartett von der Hochschule für Musik und Theater München beauftragt worden, im Rahmen der neugegründeten »Quatuor Ébène Academy« eine Streichquartett-Klasse aufzubauen.

Instrumente & Bögen:

Pierre Colombet spielt zwei Violinen, eine von Antonio Stradivari von 1717, die ihm freundlicherweise von einem großzügigen Sponsor der Beares International Violin Society zur Verfügung gestellt wird, und eine Violine von Matteo Goffriller aus dem Jahr 1736, dank einer Leihgabe von Gabriele Forberg-Schneider. Er spielt einen Bogen von Charles Tourte (Paris, 19. Jahrhundert).

Gabriel Le Magadure spielt zwei Violinen, eine von Antonio Stradivari von 1727, die er ebenfalls von der Beares International Violin Society leihweise zur Verfügung gestellt bekommt, und eine Violine mit einem Etikett von Guarneri (um 1740), dank einer Leihgabe von Gabriele Forberg-Schneider. Er spielt einen Bogen von Dominique Pecatte (um 1845).

Marie Chilemme spielt eine Bratsche von Marcellus Hollmayr, Füssen (1625), ebenso eine großzügige Leihgabe von Gabriele Forberg-Schneider.

Raphaël Merlin spielt zwei Violoncelli. Das eine Instrument von Carlo Tononi, Venedig (ca. 1720), das ihm von der Beares International Violin Society zur Verfügung gestellt wird, und das andere von Andrea Guarneri aus den Jahren 1666/1680 aus Cremona - auch dieses Instrument ist eine Leihgabe von Gabriele Forberg-Schneider.

Programm

Mozart

Streichquartett G-Dur KV 387

Schostakowitsch
Streichquartett Nr. 8 c-Moll op. 110

Brahms
Streichquartett Nr. 3 B-Dur op. 67

Weitere Informationen gibt es unter https://vjk-leer.de/quatuor-ebene