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Gut Stikelkamp

Das Gut Stikelkamp wurde aus Privatbesitz erworben und mit viel Aufwand restauriert. Es liegt inmitten eines der wenigen Waldgebiete der Region und ist mit seinem Gesamtambiente Ausdruck typisch ostfriesischer Kultur und Lebensart. Das über Jahrhunderte gesammelte Inventar gibt Einblicke in eine beschauliche Vergangenheit.

Eher verborgen und abseits der großen Straßen liegt das Gut Stikelkamp inmitten eines 59 Hektar großen Waldes und umgeben von einem Park mit seltenen Bäumen.

Beliebtes Ausflugsziel

Als Landschaftsschutzgebiet und Naturerholungszentrum ist das Gut Stikelkamp heute ein beliebtes Ausflugsziel. Der Park sowie der Wald mit seinen Buche- und Lindenalleen laden zu ausgedehnten Spaziergängen ein. Besucher des Gut Stikelkamp und der Parkanlagen sind willkommen nach telefonischer Anmeldung, das übrige Areal ist frei zugänglich.

Um 1800 wurde der Park innerhalb der inneren Gracht als Landschaftsgarten angelegt. Sehenswert sind der vor etwa 180 Jahren gepflanzte Tulpenbaum, Akazien, Zypressen, Zedern, Lebensbäume, eine Roteiche und die japanische Schirmtanne als seltene Baumarten. Der 1828 in der Nähe des Gutshofes angelegte Waldfriedhof kann ebenfalls besichtigt werden. Es ist ein würdiger Ruheplatz für die Familie Lantzius-Beninga.

Ein Weg mit hohen Buchen führt zum Gutshaus, welches von einer Gracht umgeben und über eine Brücke zu erreichen ist. Das noch erhaltene Wohnhaus dürfte das einzig vorhandene klösterliche Gebäude in Ostfriesland und um 1400 zu datieren sein. Innen gleicht es einem Schatzkästchen mit der Ahnengalerie, den alten Möbeln und dem Hausrat einer hochbäuerlichen Wohnkultur des 18., 19. und 20. Jahrhunderts.

Zur Geschichte

Das Gut Stikelkamp war einst Vorwerk des ehemaligen Johanniterklosters Hasselt in Hesel.

Die Johanniter konzentrierten sich nicht vorrangig auf die Seelsorge, sondern auf die Ausnutzung sich bietender wirtschaftlicher Möglichkeiten in Ostfriesland.

1522 wurde das Vorwerk aufgrund der durch die Reformation einsetzenden Säkularisierung zur Erbpacht freigegeben.

Im Laufe der folgenden Jahrhunderte wurde das Gut regelmäßig verpachtet, was sich allerdings nach der Übernahme des Besitzes durch den Kriegsrat Lantzius-Beninga änderte. Seit 1784 leistete die Familie die selbstständige Bewirtschaftung des Gutes und machte es darüber hinaus zu ihrem ständigen Wohnsitz.

Zeugnis ostfriesischer Familiengeschichte

Eine gepflegte Tradition der Familie Lantzius-Beninga war die Ausstellung von Gemälden und Ahnenporträts, die heute noch den Schwerpunkt der Sammlung bilden.

Dadurch ist der heutigen Öffentlichkeit ein wichtiges Zeugnis ostfriesischer Familiengeschichte in den über die vergangenen Jahrzehnte kontinuierlich restaurierten Räumlichkeiten zugänglich.