Inhalt

Von Mensch zu Mensch – Ida Oelke. Holzschnitte und Malerei

Im Mittelpunkt des künstlerischen Schaffens von Ida Oelke steht der Mensch mit seinen Gefühlen, Gedanken und mit seiner Beziehung zu anderen Menschen. Bevorzugt im Holzschnitt gestaltet sie ihn in klaren, auf das Wesentliche reduzierten Linien und Formen in meist zurückhaltender, harmonisch aufeinander abgestimmter Farbigkeit. Am Holz schätzt die Künstlerin die Lebendigkeit des Materials. Es erlaubt ihr, sich von Maserungen und Astlöchern inspirieren zu lassen und sie in das gewählte Motiv zu integrieren. Häufig entscheidet sie sich dabei für das Bildnis, das nicht selten mehrere Gesichter zeigt, sodass Aspekte des Hinterfragens, des Verbergens und Andeutens in ihren Werken offenkundig werden. Mit Leihgaben der Künstlerin und Bildern aus eigenem Bestand bietet die Ausstellung einen Einblick in das kreative Wirken Ida Oelkes der vergangenen 30 Jahre. 

Die Eröffnung der Ausstellung findet am 26. April um 11.30 Uhr unter Anwesenheit der Künstlerin statt.

Vita

Ida Oelke wurde 1956 in Wittmund-Ardorf geboren. Nach einer Lehre zur Hotelfachfrau ging sie für ein Jahr nach London, wo sie in den Museen ihre Liebe zur Malerei und Druckgrafik entdeckte. Zurück in Ostfriesland, nahm Oelke Kurse in der Öl-, Porzellan- und Fliesenmalerei. Später kamen Lithografiekurse hinzu. In den 1980er-Jahren verlegte sie ihren Wohnsitz nach Esens, wurde langjährige Schülerin der Malerin und Zeichnerin Carla Zierenberg (1917 bis 2010) in Carolinensiel und begann, selbst an Malschulen zu unterrichten. Seit Mitte der 1990er-Jahre ist der Holzschnitt ihr Hauptmedium. Neben ihrer Tätigkeit als freischaffende Künstlerin gibt Ida Oelke Workshops in der eigenen Druckwerkstatt, übernimmt Lehraufträge und unterrichtet an der Kunsthalle Emden. Sie ist Mitglied im BBK Oldenburg und in der GEDOK NiedersachsenHannover. 

Ida Oelke, An der Bar

Bild vergrößern: Ein Werk von Ida Oelke
Ida Oelke, An der Bar, 2009, Farbholzschnitt, 22,5 x 30 cm, Foto: Jürgen Bambrowicz, © Kunsthaus Leer