Veranstaltungen
Ab 14. Juni 2026: Sonderausstellung "Judentum ist für mich ein täglicher Workshop"
Sonderausstellung „Judentum ist für mich ein täglicher Workshop" – 12 Perspektiven jüdischen Lebens aus Norddeutschland“
14.06. bis 31.10.2026 Ehemalige Jüdische Schule Leer
Die Fotoausstellung „Judentum ist für mich ein täglicher Workshop – 12 Perspektiven jüdischen Lebens aus Norddeutschland“, die in Kooperation mit dem Bremer Fotografen Kay Michalak entstand, zeigt aktuelles jüdisches Leben.
12 Jüdinnen und Juden aus der Region wurden porträtiert und sie kommen selbst zu Wort. Menschen, die im Landkreis Leer, in Oldenburg, Bremen, Bremerhaven, Hamburg und Hechthausen leben, arbeiten und zuhause sind.
Nicht alle, die wir anfragten, wollten in die Öffentlichkeit. Sie hatten Bedenken, äußerten Unbehagen und hatten Angst, weil sie die Zäsur nach dem 7. Oktober 2023 in ihrem alltäglichen Leben deutlich spürten. Sie wollten nicht mit ihren Fotos und Namen in der Ausstellung sichtbar werden.
Diese Fotoausstellung ist ein Angebot, neuen Perspektiven auf jüdischen Leben in der Gegenwart zu begegnen.
Die Ausstellung wurde gefördert durch das Bundesministerium für Bildung, Familie, Senioren, Frauen und Jugend im Rahmen des Bundesprogramms »Demokratie leben«.
Während der Sommerferien ist die Gedenk- und Begegnungsstätte ausschließlich samstags bis sonntags von 14 bis 18 Uhr geöffnet. Dies gilt für die Zeit vom 02. Juli bis einschließlich 09. August 2026.
Ferienprogramm im Juli 2026
Ferienprogramm am 02. und 03. Juli 2026 von 9 bis 13 Uhr
Für Kinder im Alter von 6 bis 8 Jahren (1. bis 3. Klasse)
In der Ehemalige Jüdische Schule Leer, Ubbo-Emmius-Straße 12, in Leer
„Ich baue mir ein Bild. Ich denke mir ein Wort.“
Wir bauen aus lateinischen und hebräischen Schriftzeichen, aus Formen und Farben Bildgeschichten. Ein Faden hält die Seiten, ein Buch ist entstanden. Das Ferienprogramm wird von Susanne Bracht und Ingo Heintzen geleitet.
Gut zu wissen: Das Angebot richtet sich an Menschen von 6 bis 8 Jahren, die in der 1. bis 3. Klasse sind. Du musst noch nicht schreiben können.
Bitte Arbeitsklamotten und Frühstück samt Getränk mitbringen.
Die Anmeldung ist ausschließlich über das Portal der Stadt Leer möglich: https://leer.ferienprogramm-online.de/.
Ferienprogramm am 06. und 07. Juli 2026 von 9 bis 13 Uhr
Für Kinder im Alter von 9 bis 11 Jahren (4. bis 6. Klasse)
In der Ehemalige Jüdische Schule Leer, Ubbo-Emmius-Straße 12, in Leer
„Ich baue mir ein Bild. Ich denke mir ein Wort.“
Wir bauen aus lateinischen und hebräischen Schriftzeichen, aus Formen und Farben Bildgeschichten. Ein Faden hält die Seiten, ein Buch ist entstanden.Das Ferienprogramm wird von Susanne Bracht und Ingo Heintzen geleitet.
Gut zu wissen:
Das Angebot richtet sich an Menschen von 9 bis 11 Jahren, die in der 4. bis 6. Klasse sind. Bitte Arbeitsklamotten und Frühstück samt Getränk mitbringen.
Die Anmeldung ist ausschließlich über das Portal der Stadt Leer möglich: https://leer.ferienprogramm-online.de/.
11. August 2026: Lesung mit Laura Nickel und Max Teske: Rechtsruck im Klassenzimmer
Wie neurechte Ideologien die Schulen durchsetzen und unsere Kinder bedrohen
Wann: 11. August 2026, 18 Uhr
Wo: Ehemalige Jüdische Schule Leer
Zum Buch:
Rassismus, Hetze, Gewalt gegen »linke Zecken«, Homosexuelle und Migranten, offene Holocaust-Leugnung – so erlebten die Lehrkräfte Laura Nickel und Max Teske den Alltag an ihrer Schule. Entsetzt und zum Handeln entschlossen veröffentlichten sie einen Brandbrief, in dem sie »eine Mauer des Schweigens« anprangerten sowie die fehlende Unterstützung für Schulen durch Ämter, Politik und Eltern. Nach der Veröffentlichung erlebten die beiden Solidarität und Lob, aber auch heftige Anfeindungen. Ihre Geschichte, ihre Erfahrungen und die eindrücklichen Berichte von anderen Lehrern und Schülern zeigen, wie sehr Kinder in der Schule inzwischen der Gefahr rechtsradikaler Ideologisierung und Bedrohungen aufgrund ihrer Herkunft, Sexualität oder ihrer politischen Meinung ausgesetzt sind. Ein immer noch unterschätztes, brandaktuelles Problem, das Schulen in ganz Deutschland betrifft. Dieses Buch rüttelt auf und ermutigt zugleich, aktiv zu werden und die Lebenswelt für unsere Kinder so zu gestalten, dass sie auch zukünftig Demokratie leben können.
Zu den Autor:innen:
Laura Nickel hat seit über 10 Jahren als Lehrkraft in verschiedenen Schulformen Erfahrungen gesammelt und arbeitet seit 2024 als Schulleiterin an einer Grundschule. Gemeinsam mit Max Teske veröffentlichte sie im Frühjahr 2023 einen Brandbrief über rechtsextreme Zustände an ihrer Schule in Brandenburg, der bundesweit Schlagzeilen machte. Beide wurden einerseits vom Bundespräsidenten dafür eingeladen und andererseits als Nestbeschmutzer beschimpft. Mit anderen Engagierten aus der Region gründeten sie das Bündnis »Schule für mehr Demokratie«.