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Veranstaltungen

Veranstaltungen für das Schuljahr 2025/26

Datum:
Veranstaltung:
Zeit:
Ort:
10.01.2026 Vorbereitungskonzert Jugend musiziert

14:00 & 16:00 Uhr

Konzertsaal der Kreismusikschule Leer **
15.01.2026 Vorbereitungskonzert Jugend musiziert 18:00 Uhr Konzertsaal der Kreismusikschule Leer**
24.01.2026 Wettbewerb Jugend musiziert ganztags Aurich/Norden (weitere Infos)
26.01.2026 Klassenvorspiel Violine 18:00 Uhr Konzertsaal der Kreismusikschule Leer**
14.02.2025 Preisträgerkonzert Jugend musiziert 15:00 Konzertsaal der Kreismusikschule Leer
28.02.2026 Lions Musikpreis ganztags Konzertsaal der Kreismusikschule Leer** 1)
08.03.2026 Podium junger Talente 11:00 Konzertsaal der Kreismusikschule Leer
20.04.-24-04. 2026 musikalische Erlebnistage ganztags Kreismusikschule 1)
06.06.2026 Tag der offenen Tür 14:00-17:00 Uhr Evenburgpark vor der Kreismusikschule
08.06.2026 Schülerkonzert 18:00 Uhr Konzertsaal der Kreismusikschule Leer **
09.06.2026 Schülerkonzert 18:00 Uhr Konzertsaal der Kreismusikschule Leer **
10.06.2026 Schülerkonzert 18:00 Uhr Konzertsaal der Kreismusikschule Leer **
11.06.2026 Schülerkonzert 18:00 Uhr Konzertsaal der Kreismusikschule Leer **
12.06.2026 Schülerkonzert 16:00 Uhr Konzertsaal der Kreismusikschule Leer **

*Genauere Termine werden noch bekannt gegeben, da sie von der Teilnehmerzahl abhängig sind.

** Öffentliches Konzert. Der Eintritt ist frei!

1) Nähere Infos folgen, wenn bekannt

SingBach mit Friedhilde Trüün


Erfahrungsbericht zum Projekt: SingBach, von Thomas Stan Hemken Schlagzeuger und stellvertretender Schulleiter der Kreismusikschule Leer.

SingBach in Leer – Mein Weg zwischen Jazz, Bach und 220 Kinderstimmen
Als der Schulleiter, mein Kollege Stefan Leja mir das Projekt „SingBach“ von Friedhilde Trüün und der Ostfriesischen Landschaft vorstellte, war ich sofort Feuer und Flamme. Die Idee, Johann Sebastian Bachs Musik mit einer Jazzband und einem riesigen Kinderchor zu verbinden, sprach mich direkt an – nicht nur musikalisch, sondern auch pädagogisch. Ich hatte während meines Studiums in Groningen bereits ein ähnliches Projekt begleitet, bei dem Bach und Jazz in Form eines Sinfonieorchesters und einer Jazzband aufeinandertreffen durften. Für mich war klar: "Das wird spannend".


Zwischen Improvisation und Präzision – die musikalische Herausforderung
Die Bandbesetzung war schnell umrissen: Piano, Saxophon, Bass und Schlagzeug. Als Schlagzeuger war ich selbst Teil des Ensembles. Doch die größte Herausforderung lag beim Piano – es musste nicht nur jazzig klingen, sondern auch über Korrepetitionsfähigkeiten verfügen. Unsere Pianistin Seeun Choi brachte genau diese mit, und obwohl sie bislang wenig Jazz gespielt hatte, war sie bereit, sich dieser neuen Klangwelt zu stellen. Ihre Offenheit und ihr Mut haben mich tief beeindruckt.
Mit Marina Elsner am Saxophon und Karsten Heinecke am Bass hatten wir ein starkes Team. Jeder von uns brachte Erfahrungen aus Klassik und Jazz mit – und genau diese Vielseitigkeit war gefragt. Denn „SingBach“ verlangte beides: strikte Notentreue und spontane Improvisation, musikalische Freiheit und absolute Reaktionsfähigkeit auf das Dirigat von Friedhilde Trüün.

Stefan hatte das Telefon heiß laufen lassen und gleich sechs Schulen zur Teilnahme begeistern können. Die Daalerschule, Plytenbergschule, Gutenbergschule, Friesenschule, das TGG und das UEG. Und unsere Gesangslehrerin Angela Hemken Kötzsch arbeitete mit viel Engagement ihren Kinderchor auf das Thema ein, denn es gab viele Gesten, die Friedhilde beim Dirigat benutzte und Texte zu studieren und den Kindern zu vermitteln – und das in Rekordzeit! Einige Lehrkräfte der genannten Schulen, halfen aktiv bei der Probenarbeit und beim Konzert, was wirklich vieles leichter gemacht hat. Die Zusammenarbeit war beeindruckend gut.


Friedhilde Trüün – Energie, Empathie und klare Linie
Ich lernte Friedhilde Trüün am 1. September kennen – und war sofort beeindruckt. Ihre Energie, ihre Klarheit und ihre Herzlichkeit machten es leicht, sich auf das Projekt einzulassen. Aus „Frau Trüün“ wurde schnell „Friedhi“, und aus mir „Stan“. Diese Nähe war nicht nur angenehm, sondern auch produktiv.

Schon bei der ersten Probe mit über hundert Kindern im Saal wurde mir klar, wie viel Struktur und Disziplin Friedhilde einforderte – und wie wichtig das für den Erfolg war. Sie kannte die Namen der Kinder, sprach sie direkt an, und schuf eine Atmosphäre, in der sich jedes Kind gesehen fühlte. Das war für mich als Pädagoge besonders beeindruckend.


Proben, Zweifel und musikalisches Wachstum
Die Proben mit der Band zeigten schnell: Wir waren gut vorbereitet. Seeun Choi meisterte die klassischen Passagen souverän und hatte sich erstaunlich gut in den Jazz hineingefunden. Marina Elsner konnte mit ihren Erfahrungen aus beiden Welten punkten und spielte die anspruchsvollen Linien souverän. Auch Karsten Heinecke hatte sich sehr gut in den Anspruch eingearbeitet, die klassische Musik mit der des Jazz zu verbinden. Er spielte die notierten Linien mit Freude und Souveränität und brachte seine Erfahrungen als Jazzmusiker gekonnt mit ein und Ich war stolz auf unser Ensemble – und auf die Bereitschaft jedes Einzelnen, über sich hinauszuwachsen.

Meine Frau und Kollegin Angela Hemken Kötzsch, selbst Gesanglehrerin, hatte mir bereits berichtet, wie anspruchsvoll die Stücke für die Kinder waren. Ihre Chorkinder hatten nur eine kurze Probenzeit – und dennoch gelang es ihr, sie gut vorzubereiten. Das Engagement aller Beteiligten war spürbar.


Konzerttag – Emotionen, Musik und ein starkes Miteinander
Am Tag des Konzerts war die Spannung greifbar. Friedhilde Trüün brachte bis zur letzten Minute Disziplin in den Chor – und das war notwendig. 220 Kinder, ein dichtes Programm, und nur wenige Tage zur Vorbereitung. Doch in der Generalprobe war klar: "Das wird gut".

Und es wurde mehr als das. Das Konzert war ein voller Erfolg. Die Kinder sangen mit Begeisterung, die Band spielte mit Hingabe, und Friedhilde dirigierte mit Präzision und Leidenschaft. Ich saß am Schlagzeug und spürte: "Das ist mehr als Musik. Das ist ein gemeinschaftliches Erlebnis, das berührt und wo Kinderherzen wachsen". Stolze Eltern winkten ihren Kinder aus dem Publikum und das Theater an der Blinke war vollständig gefüllt. Ein Anblick, den ich sehr genoss. Die Technik mit Joschka Bujny und Björn Andresen lief reibungslos.


Mein Fazit – Musik als Brücke
„SingBach“ hat mir gezeigt, wie viel möglich ist, wenn Disziplin, Empathie und musikalische Leidenschaft zusammenkommen. Ich bin dankbar, Teil dieses Projekts gewesen zu sein – als Musiker, als Pädagoge und als Mensch. Es war eine Erfahrung, die bleibt. Und die zeigt: Jedes Kind kann Großes leisten, wenn es gesehen, gefordert und gefördert wird.